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Von Samstag den 22. April bis zum Sonntag den 23. April war es wieder soweit. Die Jugendfeuerwehr Ditfurt startete ihren diesjährigen „Tag der Berufsfeuerwehr“. Dies ist ein 24-Stunden Dienst, mit (gespielten) Einsätzen, selbst zubereiteten Mahlzeiten, Schulungen und natürlich Sport, wie er bei den Feuerwachen so üblich ist.
Ganze 19 Jugendfeuerwehr-Einsatzkräfte hatte der Wachhabende zur Verfügung. So wurden unsere beiden Feuerwehrfahrzeuge und ein Rettungswagen besetzt.
Der erste Einsatz ließ nicht lange, nach Dienstbeginn auf sich warten. Das Haustier eines Bürgers war in einen Brunnen gestürzt und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Zeitgleich wurde die Besatzung unseres TLF 3000 sowie die Besatzung des RTW zu einer Personenrettung gerufen. Bei Arbeiten an einem Dach, war ein Arbeiter von der Leiter gestürzt und verletzte sich schwer. Dieser wurde vom Rettungspersonal fachmännisch versorgt. Der zweite Arbeiter war noch auf dem Dach gefangen und kam nicht mehr herunter. Mittels Steckleiter, war die Rettung für unsere Jugendfeuerwehr kein Problem.
Im Gerätehaus roch es schon nach dem Mittagessen, doch dann ertönte erneut unsere Sirene. Auf dem Rathausplatz wurden zwei Fahrradfahrer von einem PKW angefahren. Schnell eilten die alarmierten Kräfte zur Hilfe. Wiedermal zeigte sich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr.


Dieser Einsatz war noch nicht abgehandelt, ehe unsere, im Gerätehaus verbleibenden, Kräfte zum Einsatz im Kieswerk gerufen wurden. Ein Mitarbeiter war beim Umlagern unter einer Kieslawine begraben wurden. Er musste unter der Last befreit werden. Schnell wurden Schaufel und Schleifkorbtrage an die Einsatzstelle gebracht, um die verletzte Person zu retten.
Das anschließende Mittagessen kam für alle Jugendlichen genau zum richtigen Zeitpunkt. Es gab leckere Hot Dogs.
Nach einer Verdauungspause, gingen wir zum Dienstsport über. Zahlreiche teambildende Spiele wurden mit Bravur gemeistert, ehe es zu einer ausgedehnten Partie Zweifelderball kam.
Kaum wieder im Gerätehaus angelangt, kam es zu einer Alarmierung für alle Einsatzfahrzeuge.

Am Mühlengraben kam es zu einem ausgedehnten Flächenbrand. Doch noch während der Anfahrt wurde ein weiterer Brand gemeldet. Während die Besatzung unserer LF 16/12 den Flächenbrand alleine unter Kontrolle brachte, fuhren der Rettungsdienst zusammen mit unserem TLF 3000 in die Gottesackerstr. zu einem gemeldeten Wohnhausbrand.

Ein Brand bestätigte sich zügig und zwei verletzte Personen mussten gerettet werden. Die Trupps gingen unter Atemschutz und mit Wasser am Strahlrohr auf den Innenhof zur Brandbekämpfung und Personenrettung vor. Die geretteten Personen wurden dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben. Das Feuer wurde gemeinsam von Angriffs- und Wassertrupp bekämpft. Anschließend erfolgte für alle Einsatzkräfte eine kleine Kaffeepause.
Doch ein Sturm zog auf und so war es kein Wunder, dass die ersten Bäume entwurzelten ;-). Ein Baum fiel auf ein Wohnhaus und drohte weiteren Schaden anzurichten. Mittels einer Bügelsäge wurde der Baum von den Einsatzkräften geschnitten und die Gefahr beseitigt.
Noch während der Sägearbeiten wurde die zweite Fahrzeugbesatzung zu einem Gefahrstoffeinsatz gerufen. Im Langenberg wurde ein mögliches Gasleck gemeldet. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und einem Gasmessgerät, ging der Angriffstrupp in den Keller des Wohnhauses. Währenddessen musste der Anwohner davon abgehalten werden, im Gasgeruch eine Zigarette zu rauchen. Ein fordernder Einsatz für alle Einsatzkräfte, der zum Glück glimpflich für alle Beteiligten ablief.


Es folgten zwei Einsätze für unseren Rettungswagen. Zuerst musste eine Patienten mit einer Rückenfraktur schonend ins Krankenhaus gebracht werden. Unter Anleitung der beiden Notfallsanitäter war es ein sehr spannender Einsatz für unsere Jugendlichen. Anschließend wurde der Rettungsdienst zu einer starken Verbrühungsverletzung gerufen. Fachmännisch betreut durch den Rettungsdienst, wurde auch dieser Patient ins Krankenhaus gebracht.
Eine sehr leckere Überraschung für unsere Jugendlichen gab es zum Abendessen. Die Eltern von Dustin halfen uns und machten kurzer Hand eine ordentliche Portion „pulled Pork“ für alle. So lecker es auch war, habe ich jetzt ein großes Problem: zukünftig werden die Jugendlichen immer pulled Pork fordern und sich nicht mit Nudeln oder einer Grillwurst zufrieden geben.
Die ein- oder andere Einsatzkraft wollte schon langsam in Richtung Bettruhe taumeln, doch der nächste Alarm machte allen einen Strich durch die Rechnung. Im Schulgebäude kam es zu einem Unfall im Chemielabor. Es brannte auf zwei Etagen und mehrere Schüler wurden vermisst. Die Aufregung aller Jugendlichen stieg, doch auch die Zusammenarbeit zwischen zwei Feuerwehrfahrzeugen und dem Rettungsdienst war ein lösbares Problem. Unter der Aufsicht der Betreuer und unter Atemschutz, gingen die jeweiligen Trupps in das vernebelte Schulgebäude vor. Alle Personen wurden schnell gefunden und konnten dem Rettungsdienst übergeben werden. Dieser kümmerte sich intensiv um alle Verletzten. Anschließend wurde sich gewaschen und dann ging es erschöpft ins Bett.
Doch die Bettruhe hielt nicht lange an. Gegen 23:30 Uhr wurde im Gewerbegebiet ein Fabrikbrand gemeldet. Wieder wurden alle Einsatzkräfte alarmiert. Im Gewerbegebiet angekommen erfolgte eine Lageerkundung, die nüchtern ausfiel. Wir wurden zu einem Fehlalarm gerufen. Also schnell zurück zum Gerätehaus und ab in die ausgekühlten Betten.
Am nächsten morgen wurden wir unsanft geweckt. Ein alkoholisierter Fahrer verursachte einen Unfall. Das Fahrzeug geriet in Brand und die Mitfahrer begannen Fahrerflucht. Die Verletztenversorgung des Fahrers wurde vom Rettungsdienst übernommen, zuvor wurde natürlich der Brand, durch die Besatzung der LF 16/12 gelöscht. Die Trupps des TLF 3000 halfen der Polizei dabei die geflohenen Mitfahrer aufzufinden.
Nach dem der letzte Einsatz unseres 24h-Dienstes abgeleistet wurde gab es ein umfangreiches Frühstück für jeden, ehe unsere Fahrzeuge, die Gerätschaften und das Feuerwehrdepot gereinigt wurden. Das Feedback der Jugendlichen fiel durchweg positiv aus. Uns ist klar, dass ein solches Event auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt wird.
Abschließend noch ein großes DANKESCHÖN an alle helfenden Hände, sei es als mehr oder weniger geschminktes Opfer, unsere Fahrer  und natürlich den Eltern unserer Jugendlichen, sowie den Besitzern der Übungsgrundstücke und den anderen Feuerwehren, für die ausgeborgten Übungsatemschutzgeräte für die Jugendfeuerwehr. Ein besonderer Dank geht an die Familie Metelke für das Abendessen und natürlich an den Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Thale, für den zur Verfügung gestellten Rettungswagen, sowie an Susanne und Enrico als unsere Rettungsdienstleiter!

Falls auch ihr Kind Interesse gefunden hat in der Jugendfeuerwehr mitzuarbeiten, dann nur keine falsche Scheu. Unser Jugendfeuerwehrdienst findet alle zwei Wochen freitags ab 17:00 Uhr im Gerätehaus der Feuerwehr Ditfurt statt.

Tino Becker, Jugendwart Feuerwehr Ditfurt

   

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